Holsteiner Zucht- und Ausbildungsbetrieb
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Dirk und Eike Thomsen

Eike

Man kann nicht sagen, daß ich mit Pferden groß geworden bin, doch das eine oder andere Pferd war auf dem landwirtschaftlichen Betrieb meiner Eltern immer zu Hause. Die meiste Zeit war es eine dänische Stute namens FLICKA. Sie wurde überwiegend von meiner Mutter geritten. Auf Flicka hatte ich meine ersten wöchentlichen Reitstunden im zarten Alter von sechs Jahren. Ich war eher minder erfolgreich und lag öfter am Boden, als mir lieb war. Ich kam dabei nicht dazu, mein Reitstil wirklich zu verbessern. Je älter ich wurde, desto geschickter wurde ich jedoch, und fiel nicht ständig aus dem Sattel. Allerdings habe ich mich dann in meiner Jugend auch nicht mehr im Reitunterricht gequält, sondern habe das Freizeitreiten im freien Gelände bevorzugt. In Sachen Musik war ich etwas ehrgeiziger und erfolgreicher. Ich spielte mich erfolgreich mit meinem Akkordeon bis zu den Landesmeisterschaften im Jahr 1983. Tiere waren dennoch ein großer Bestandteil meiner Kindheit und Jugend. Ich hatte allerhand Viehzeug, wie Kaninchen, Meerschweinchen, Frettchen, Katzen, Ziegen, Wellensittiche, Schnecken und einen Hund. Alle wurden von mir regelmäßig betütelt und damit ging mehr Zeit drauf, als meiner Mutter lieb, denn die Schule mußte doch manches Mal deswegen zurückstecken. Allerdings besuchte ich die zehnte Klasse auf dem Gymnasium mit Erfolg, sodaß ich ohne eine Prüfung eine sehr gute mittlere Reife erlangte. Mein liebstes Hobby war es damals, mich mit Freunden zu treffen, zu handarbeiten (heute völlig out) und Musik zu hören. Nachdem ich ein paar Monate die Jahrgangsstufe 11 besucht hatte, brach ich die Schule ab und begann eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Nach zwei und einem halben Jahr bestand ich die Abschlußprüfung mit einer guten 2 und blieb in diesem Beruf noch weitere acht Jahre. Danach wechselte ich für 2,5 Jahre in ein privates Motorradgeschäft, da das große Geld lockte. Während der Zeit als Bankkauffrau kaufte ich mir mein erstes eigenes Pferd. Lonzo war ein vierjähriger Holsteiner Wallach mit großem Springvermögen. Mein reiterliches Geschick schien sich zu verbessern, wir gingen auf kleinere ländliche Turniere bis zur Klasse L und uns verband eine große Liebe. Aufgrund einer Verletzung mußte ich ihn 7-jährig jedoch einschläfern lassen. Ich kaufte mir wiederum einen 4-jährigen Holsteiner Wallach, einen bildhübschen Fuchs. Dieser jedoch entpuppte sich für mich bald als echt gefährlich (mein reiterliches Können war also wohl doch nur pferdeabhängig gewesen) – ich brach mir öfter mal irgendwelche Knochen - und daher verkaufte ich ihn als Sechsjährigen. Danach hatte mich mein Mut total verlassen und hörte mit dem Reiten wieder auf. Als ich im gleichen Sommer Dirk kennenlernte, habe ich meine Bestimmung darin gefunden, der Stallmeister, der Pferdepfleger und der TT zu sein, was mir bis zum heutigen Tage immer noch gut gefällt und viel Freude bereitet. Zwischenzeitlich war ich lange Zeit noch der Coach und Privatchauffeur unserer Töchter. Wir fuhren mehrmals wöchentlich zum Reitunterricht und an den Wochenenden zu den Turnieren in der Umgebung. Es machte Spaß, zu sehen, welche Fortschritte die beiden machten und wie viel mehr Talent dahinter steckte als bei mir. Sehr zu unserem Bedauern haben beide Mädchen den Reitsport aufgegeben. Sie konzentrieren sich beide voll und ganz auf ihren Schulabschluß. Ich reite daher heute wieder ein wenig selber, mal einen kleinen Ausritt auf einem braven Pony oder Pferd. Ansonsten mache ich einen auf Managerin und bin die gute Seele des Betriebes (zumindest sehe ich das solächelnd). Ich kümmere mich um die Kinder, um die zahlreichen Vierbeiner, die Azubis, das Haus, das Büro und was sonst noch so anfällt. Es wird geplant, koordiniert und umgesetzt. Ohne die Reiterei kam ich lange Zeit bestens klar, ohne Pferde in meinem Leben würde ich allerdings nicht funktionieren.
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